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Ausgezeichnet für den Ausstieg aus Gas: GESIBA ist Teil eines europäischen Erfolgsprojekts

Der Ausstieg aus fossilen Energieträgern ist ein zentraler Baustein für eine klimafreundliche Zukunft. Mit dem Programm „Raus aus Gas“ verfolgt die Stadt Wien das Ziel, die Wärmeversorgung bis 2040 vollständig von Öl, Gas und Kohle unabhängig zu machen. Stattdessen sollen Gebäude künftig mit erneuerbaren Energien oder hocheffizienter Fernwärme versorgt werden. Das reduziert CO₂-Emissionen, stärkt die Versorgungssicherheit und trägt langfristig zu einer hohen Lebensqualität in Wien bei.

Wie dieser Wandel in der Praxis gelingt, zeigt die Initiative „100+ Projekte Raus aus Gas“. Sie präsentiert Vorzeigeprojekte aus ganz Wien, die den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme erfolgreich umsetzen – insbesondere bei mehrgeschoßigen Wohngebäuden und Wohnanlagen, die nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen werden können. Gleichzeitig werden die dabei gewonnenen Erfahrungen dokumentiert und anderen Bauträgern als praxisnahes Wissen zur Verfügung gestellt.

Für dieses Engagement wurde die Initiative nun von der Europäischen Kommission mit dem European Sustainable Energy Award 2026 in der Kategorie „Local Energy Action“ ausgezeichnet. Der Preis würdigt Projekte, die den Übergang zu sauberer Energie auf lokaler Ebene erfolgreich vorantreiben und als Vorbild für andere Regionen Europas dienen. Allein in den vergangenen zwei Jahren konnten im Rahmen der Initiative mehr als 1.000 Gasthermen ersetzt und dadurch jährlich über 2.300 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Die GESIBA leistet mit zwei Sanierungsprojekten einen wichtigen Beitrag zu diesem Erfolg.

In der Maurer Lange Gasse im 23. Bezirk wird eine Wohnhausanlage mit 29 Wohneinheiten umfassend saniert. Die bisherigen Gasthermen werden durch zehn Luft-Wärmepumpen ersetzt, ergänzt durch neue Niedertemperatur-Heizkörper und zwei Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 33,6 kWp. Zudem werden Fassaden und Dächer gedämmt sowie die Fenster getauscht. Durch diese Maßnahmen sinkt der Heizwärmebedarf von 146,4 auf 57,5 kWh/m²a. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der frühzeitigen Information und Einbindung der Mieter*innen, um die Umsetzung möglichst reibungslos zu gestalten.

Ein zweites Projekt entsteht im Weinwurmweg im 22. Bezirk. Dort wird eine Reihenhaussiedlung mit 62 Wohneinheiten thermisch saniert und die Energieversorgung an heutige Standards angepasst. Jedes Haus erhält eine eigene Luft-Wärmepumpe, ergänzt durch eine Photovoltaikanlage mit insgesamt rund 250 kWp Leistung. Darüber hinaus werden die Gebäude thermisch saniert, Dächer begrünt und Maßnahmen zum sommerlichen Hitzeschutz umgesetzt. Dadurch reduziert sich der Heizwärmebedarf voraussichtlich von rund 111 auf 37 kWh/m²a.

Klimafreundliche Energieversorgung, erfolgreich auf Schiene gebracht

Mit diesen Projekten zeigt die GESIBA, wie klimafreundliche Energieversorgung im gemeinnützigen Wohnbau bereits heute erfolgreich umgesetzt werden kann. Die Auszeichnung der Initiative durch die Europäische Kommission unterstreicht, dass innovative und nachhaltige Lösungen aus Wien auch auf europäischer Ebene Vorbildcharakter haben.

Fotos: © GESIBA