So machen Sie Einbrechern das Leben schwer: Tipps für sicheres Wohnen
Auch wenn Einbrüche in den Sommermonaten keine Seltenheit sind, stellt insbesondere die dunkle Jahreszeit ein erhöhtes Einbruchsrisiko dar. Wenn die Tage kürzer werden, lässt die früh einsetzende Dämmerung rasch erkennen, ob jemand zu Hause ist – und genau das machen sich Kriminelle zunutze. Gänzlich verhindern lassen sich Einbrüche nie. Mit einigen wirkungsvollen Maßnahmen lässt sich das eigene Zuhause für potenzielle Einbrecher jedoch deutlich unattraktiver machen.
Anwesenheit simulieren – auch dann, wenn niemand zu Hause ist
Der mehrwöchige Sommerurlaub im Ausland mag für heuer vorbei sein. Professionelle Einbrecherbanden benötigen allerdings keine langen Abwesenheiten, um aktiv zu werden. Oft schlagen sie zu, während ihre Opfer einen entspannten Tag in der Therme verbringen oder einen Wochenendtrip in die Berge genießen.
Wer verreist – und sei es nur für kurze Zeit –, sollte daher vermeiden, dass die Wohnung unbewohnt wirkt. Simulieren Sie Anwesenheit!
Ein überquellender Briefkasten, tagelang geschlossene Jalousien und unbeleuchtete Räume sind für erfahrene Einbrecher verräterische Zeichen.
Bitten Sie den Nachbarn Ihres Vertrauens, regelmäßig die Post zu entnehmen und nach dem Rechten zu sehen. Nutzen Sie kostengünstige Zeitschaltuhren oder smarte Beleuchtung, um in verschiedenen Räumen zu unterschiedlichen Zeiten Licht einzuschalten. So entsteht der Eindruck, dass jemand zu Hause ist.
Es gibt keinen „guten versteckten“ Schlüssel
Unter der Fußmatte, hinter dem Blumentopf oder im Gebüsch? Solche Verstecke sind selbst den Halbprofis unter den Einbrechern bekannt.
Ersatzschlüssel gehören daher niemals unter die Fußabstreifmatte direkt vor der Wohnung oder in andere „Verstecke“ im öffentlich zugänglichen Stiegenhaus. Geht ein Schlüssel aus welchem Grund auch immer verloren, sollte das betroffene Schloss beziehungsweise der Zylinder sehr rasch ausgetauscht werden.
Wertsachen zusätzlich schützen
Einbrecher haben es vor allem auf Dinge abgesehen, die wertvoll sind und sich schnell und unauffällig mitnehmen lassen – allen voran Bargeld, Schmuck und elektronische Kleingeräte, wie z.B. Tablets, Kameras oder Mobiltelefone. Das brandneue Heimkino samt imposanter 30-kg-Soundanlage, die man im Stiegenhaus am Nachbarn vorbeitragen müsste, bleibt in den meisten Fällen eher stehen.
Größere Werte gehören deshalb in einen geeigneten Tresor; kleinere Modelle sollten fachgerecht verankert werden. Eine Alternative ist natürlich auch das Bankschließfach.
Fenster und Türen: Mechanik zuerst
Viele Einbruchsversuche scheitern an gut gesicherten Fenstern und Türen. Denn der größte Gegner eines Einbrechers ist der Faktor "Zeit". Desto länger es dauert, in eine Wohnung oder ein Haus einzudringen, desto größer das Risiko, dabei entdeckt zu werden – und desto eher wird der Versuch abgebrochen.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen leicht erreichbare Fenster, Balkon- und Terrassentüren – besonders bei Erdgeschoss- oder Hochparterrewohnungen. Außerdem wichtig: Fenster beim Verlassen der Wohnung niemals gekippt lassen. Auch bei kurzer Abwesenheit müssen Fenster und Türen vollständig geschlossen werden. Der Umstand, dass ihre Fenster zum Zeitpunkt des Einbruchs gekippt waren, können dafür sorgen, dass der Versicherungsschutz nicht greift!
Auch wichtig, wenn Sie zu Hause sind
Nicht jeder, der klingelt, sollte ins Haus oder in die Wohnung gelassen werden. Nutzen Sie Gegensprechanlage und – sofern vorhanden - Türspion und fragen Sie nach, wer vor der Tür steht und zu welcher Hauspartei die Person möchte.
Das gilt auch für vermeintliche Zustelldienste. Im Zweifel gilt: lieber einmal mehr nachfragen als vorschnell öffnen.
So wird aus wenigen einfachen Gewohnheiten bzw. gesetzten Maßnahmen ein passables Sicherheitskonzept und aus dem eigenen Zuhause auch in der Herbst- und Winterzeit ein Ort, an dem man sich sicher fühlen kann.
Foto: © Miram Mehlman